Internet intelligent, richtig und sicher nutzen - Informationen und Tipps für Internetnutzer
Von Viren, Würmern und anderen Bedrohungen
Heutzutage kommt kein Computer mehr ohne den zuverlässigen Schutz der gespeicherten Daten vor ungewollten Veränderungen aus. Es gibt zahlreiche Bedrohungen im Internet, und es werden täglich mehr.
Schützen Sie Ihren Computer !
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Malware
Malware ist ein Oberbegriff und bedeutet bösartige Software, d.h. Computerprogramme, die unerwünschte und ggf. schädliche Funktionen ausführen. Die Schadfunktionen sind zumeist getarnt und laufen unbemerkt im Hintergrund ab. Auf diese Weise können Dateien gelöscht und nötige Funktionen außer Kraft gesetzt werden.
Computerviren
Sie sind die älteste Art der Malware, sie verbreiten sich, indem sie Kopien von sich selbst in Programme, Dokumente oder Datenträger schreiben. Ein teilweise defektes Virus nennt man "Intended Virus". Dieses bewirkt meist nur eine "Erstinfektion" einer Datei, ist jedoch nicht fähig sich weiter zu reproduzieren.
Computerwürmer
Ein Computerwurm (Worm) ähnelt einem Computervirus, verbreitet sich aber direkt über Netzwerke, wie das Internet oder auch über das Intranet, über Firmen- oder Home-Netzwerke. Der Wurm versucht über das Internet in den Computer einzudringen. Also nicht über Datenträger, wie Viren dies häufig tun.
Trojanisches Pferd (Trojaner)Ein Trojaner ist eine Kombination eines (manchmal nur scheinbar) nützlichen Wirtsprogrammes mit einem versteckt arbeitenden bösartigen Teil. Ein Trojanisches Pferd verbreitet sich nicht selbst, sondern wirbt mit der Nützlichkeit des Wirtsprogrammes für seine Installation durch den Benutzer. |
Backdoor
Dabei handelt es sich um eine verbreitete Schadfunktion, welche üblicherweise durch Viren, Würmer oder Trojanische Pferde eingebracht und installiert wird. Es ermöglicht Dritten einen unbefugten Zugang sozusagen durch die Hintertür zum Computer, jedoch versteckt und unter Umgehung der üblichen Sicherheitseinrichtungen. Backdoors werden häufig dafür genutzt, um den kompromittierten Computer als Spamverteiler oder für Denial-of-Service-Angriffe zu missbrauchen.
DDoS - Distributed Denial of Service
Bedeutet Verweigerung eines Dienstes und beruht auf dem Prinzip, dass Computer nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit haben. Wer eine DoS-Attacke auf einen Webserver durchführt, ruft dazu so häufig wie möglich Webseiten von diesem Server ab. Dazu braucht der Verursacher Komplizen bzw. Helfer, d.h. er infiziert zuvor möglichst viele Computer mit Trojanischen Pferden. Diese empfangen im Hintergrund Befehle vom Verursacher und greifen dann alle gleichzeitig - fast immer ohne Wissen des Computerbesitzers - den Webserver an. Dadurch gerät der Webserver an seine Grenzen und kann legitime Besucher der Webseiten nicht mehr bedienen. Der Webserver stürzt ab.
Spyware
Auch Schnüffelprogramme genannt, ist Software, die ohne Ihr Wissen von Ihrem Computer Daten ins Internet überträgt, die Ihnen persönlich zugeordnet werden können. Sie wird üblicherweise bei einer gewünschten Software-Installation unerwünscht mit installiert. Dies erfolgt über so genannte Add-Ons.
Adware
Überträgt keine persönlichen Informationen, aber beobachtet ebenfalls Ihr Verhalten. Dabei erfasst Adware Ihre Daten und kombiniert diese in der Weise, dass sie nicht mehr zugeordnet werden können. Auch diese Daten werden verkauft, um sie dafür zu nutzen, gezielt Werbung zu streuen.
Trackware
Erfasst persönliche Daten und leitet Sie beim Surfen im Internet auf bestimmte Webseiten um, ohne dass diese von Ihnen selbst angesteuert wurden.
Cookies
Sie dienen dazu, um Informationen zu speichern, mit denen Sie beim Besuch von Webseiten identifiziert werden können. Vor allem Werbeunternehmen, Shops etc. setzen Cookies ein. Betreten Sie die jeweilige Internetseite, wird dem Cookie eine persönliche ID zugewiesen. An dieser ist für den Seitenanbieter erkennbar, sofern Sie wieder eine Webseite von ihm besuchen. Cookies richten jedoch keine Schäden an, aber sollten regelmäßig von Ihrem Computer entfernt, also gelöscht werden.
PUPs
Possibly Unpopular Software steht für potentiell unerwünschte Programme und beschreibt Software, die ein verdächtiges Verhalten aufweist und vermutlich nicht auf dem System willkommen ist. Es handelt sich oftmals um böswillige Programme, die sich unbemerkt beim Herunterladen gewünschter Programme mit einschleusen. In vielen Fällen ist es schwer, ausreichend faktische Beweise für ihren Malware-Status zu finden, obwohl ihre Bösartigkeit intuitiv recht offensichtlich ist.
Keylogger
Sind Spione und protokollieren Ihre Tastendrucke auf der Tastatur mit. Aber sie zeichnen nicht nur Tastendrucke auf, sondern auch Informationen über die benutzten Programme, machen Bilder von der Arbeitsoberfläche und noch vieles mehr. Sie sind gefährlich, da sie die Steuerung des Computers übernehmen können.
Hijacker
Ist ein bösartiges Programm oder mitunter auch nur eine Datei mit Einstellungen für die Registrierungsdatenbank, das für unwissentlich veränderte Start- oder Suchseiten im Internet Browser verantwortlich ist. Wenn Ihr Browser plötzlich mit einer anderen, nicht selbst gewählten Seite startet, ist er von einem Hijacker entführt worden. Intelligente Entführer ändern nicht nur diese Einstellungen, sondern schmuggeln eine kleine Datei in das Computer-System ein, die die Entführung bei jedem Neustart erneuert. Hijacker benutzen oft ActiveX-Installationsprogramme und/oder Sicherheitslücken des Browser, um in den PC zu gelangen.
ActiveX
Ist eine Microsoft-Technologie, die Internet-Anwendungen mehr Funktionalität erlaubt, mit der jedoch vorsichtig umgegangen werden sollte.
Dialer
Dabei handelt es sich um ein sehr kleines Programm, das häufig die ActiveX-Technologie benutzt, um auf den Rechner zu gelangen. Ist er erst einmal installiert, bietet er eine Verbindung zu einem Service an, der für gewöhnlich mit einer sehr teuren Telefonnummer verbunden ist. Früher die 0190er, heute die 900er Nummern.
