Internet sicher nutzen

Vorsicht vor E-Mails mit dem Versprechen vom schnellen Geld

Man bekommt die Teilnahme an einem Multi-Level-Marketing-System angeboten. Es geht darum, bei anderen Systemteilnehmern so genannte Reporte zu erwerben, die völlig nutzlos sind und nur beinhalten, anschließend selbst Leute zu finden und dazu zu bewegen, diese Reporte sowohl den Systemteilnehmern, als auch nunmehr Ihnen wieder abzukaufen. Fallen Sie nicht darauf herein, es handelt sich um eine Form von Schneeball- und Pyramidensystem, weil weder ein Produkt, noch eine Dienstleistung angeboten wird, die Haupteinnahmequelle nur auf dem Anwerben neuer Teilnehmer und deren Eintrittsgebühr basiert. Ein solches System kann nicht funktionieren, weil sich irgendwann keine neuen Mitglieder mehr finden lassen, Sie den Einstieg in das System teuer bezahlt haben, allerdings das erhoffte schnelle Geld ausbleibt.

Grafik mit Frau und Briefumschlag

Vorsicht vor Weiterleitung von Kettenbriefen

E-Mails, in denen Sie aufgefordert werden, diese dringend an all Ihre Freunde und Bekannten weiterzuleiten, bezeichnet man auch als Hoaxes. Die Inhalte dieser Kettenbriefe sind nicht ernst zu nehmen, auch wenn es sich mitunter noch so rührselig oder spannend anhören mag, wovon da teilweise die Rede ist. Knochenmarkspender gesucht oder Warnung vor gefährlichem Computervirus, Gewinnversprechen und anderes. Löschen Sie derartige Mails! Denn leiten Sie solche Kettenbriefe weiter, laufen Sie Gefahr, sich entweder total lächerlich oder unbeliebt bei den Empfängern zu machen. Kettenbriefe stellen in jedem Fall eine Belästigung dar.

Kein vorsätzliches Verschicken von Viren

Rache mag süß sein, sofern Sie jemand arg verärgert hat und Sie es dieser Person mal tüchtig heimzahlen wollen, jedoch handelt es sich um eine Straftat, sofern Sie absichtlich per E-Mail Viren verschicken, nur weil Sie sich auf diese Weise böswillig revanchieren wollen. Unter Umständen wird auch nicht nur der Computer der Zielperson infiziert, sondern darüber hinaus weitere Systeme von anderen Computer-Benutzern. Computerviren verbreiten sich in einem rasanten Tempo. Wissentlich sollten Sie niemals und niemanden einen Computerschädling per Mail auf seinen Rechner schicken. Selbst dann nicht, wenn Sie von einem Freak gebeten werden, ihm mal einen Virus rüber zu schicken, falls Sie einen solchen hätten.

Kein Verschicken von Scherz-E-Mails

Damit sind die Mails gemeint, die im Angang mehr oder weniger lustige kleine Flash-Filme oder PowerPoint-Präsentationen enthalten und für allgemeine Erheiterung sorgen sollen. Ab und an mag es ganz witzig sein, aber wer als Empfänger tagtäglich von dutzenden Mail-Partnern teilweise die gleichen Zeichentrickfilme, Ulk-Videos oder Scherze erhält, kann auch schnell genervt davon sein. An geschäftliche Mail-Adressen sollten diese Scherzchen sowieso grundsätzlich nicht geschickt werden. Und bei Privatpersonen kommt es besser an, wenn Sie vorher nachfragen, ob diese überhaupt daran interessiert sind, mit Scherz-Dateien bombardiert zu werden.

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Keine sichtbaren Empfängeradressen in E-Mails angeben

Sofern Sie eine Mail gleichzeitig an mehrere Empfänger versenden wollen, tragen Sie die E-Mail-Adressen nicht in die Felder "An" oder "CC" ein, da somit für jeden einzelnen Empfänger sichtbar ist, an wen die E-Mail außerdem noch geschickt worden ist. Hinzu kommt, dass auf diese Weise E-Mail-Adressen an andere Personen bekannt gegeben werden, wovon sicherlich nicht jeder begeistert ist, wenn seine Mail-Adresse derart öffentlich herum gereicht wird, was außerdem mit Datenschutz nur wenig zu tun hat. Setzen Sie besser bei einer Mail an mehrere Personen Ihre eigene E-Mail-Adresse in das Feld "An" ein und alle weiteren Mail-Adressen in das Feld "BBC" (Blindkopie). Die einzelnen Empfänger können dann nicht sehen, an wen alles die Mail versendet worden ist.

Vorsicht vor Webseiten empfehlen

Auf diversen Webseiten ist ein Link mit dem Text enthalten, dass Sie die Seite, einen bestimmten Artikel etc. weiter empfehlen können. Bei Klick auf den Link erscheint ein Eingabefeld, in das sich die E-Mail-Adresse der Person eintragen lässt, der Sie die Webseite, den Artikel oder auch ein Video empfehlen können. Die Person wird dann per Mail entsprechend informiert.

Aber aus Datenschutzgründen sollten Sie recht vorsichtig sein, um fremde E-Mail-Adressen im Internet irgendwo einzugeben. Das trifft auch auf diese Weiterempfehlungen zu, denn zumeist wissen Sie nicht, ob die Mail-Adresse dann auch noch anderweitig verwendet oder gar verkauft wird. Beispielsweise, um der Person unerwünschte Werbung via E-Mail zukommen zu lassen. Es ist besser, auf die Empfehlungsfunktion zu verzichten und stattdessen den Link zur Webseite in eine von Ihnen selbst geschriebene E-Mail zu kopieren und dann an die Zielperson zu versenden.

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Vorsicht bei Versenden von E-Cards

Auch hier trifft das Gleiche zu, wie vorab erwähnt. Mit dem Auswählen und Versenden einer elektronischen Postkarte geben Sie nicht nur Ihre, sondern auch die E-Mail-Adresse des Empfängers im Internet bekannt. Und Sie wissen nicht, was mit den veröffentlichten Mail-Adressen danach geschieht. Mitunter wundert man sich nur, wenn man anschließend vermehrt Spam-Mails und Werbung in seinem Posteingang vorfindet.

Hinzu kommt, dass dieser Dienst schon vielfach für das Versenden von Computerschädlingen missbraucht worden ist. Wenn Sie auf das Verschicken von elektronischen Grußkarten nicht verzichten möchten, lesen Sie sich zumindest vorher sehr genau die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters durch, denn es gibt natürlich auch seriöse Anbieter, bei denen Sie keinen Daten-Missbrauch zu befürchten haben.


Das Internet intelligent, richtig und sicher nutzen

Wie man sich in Chaträumen, Foren und Newsgroups verhalten sollte, dazu finden Sie hier entsprechende Informationen und Tipps.

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