Vorsicht im Web

E-Mailverkehr, Chats und Foren

Es sollte sich jeder darüber im Klaren sein, in welche Fettnäpfe man im Internet treten kann. Möglichkeiten gibt es viele, um sich falsch zu benehmen, etwas falsch zu machen oder um sogar Schaden anzurichten. Letzteres macht kaum jemand absichtlich oder vorsätzlich, dennoch muss man um diese Dinge Bescheid wissen, um nicht einerseits Opfer betrügerischer Aktivitäten oder anderseits ungewollt Mithelfer bei dubiosen Machenschaften im Internet zu werden.

Grafik Web

Es gibt Viren und Schadprogramme, man kann selbst zur Virenschleuder werden, es gibt Phishingversuche, mit denen persönliche Daten ausspioniert werden sollen, Nigeria-Spam, Love- oder Romance-Scamming, belästigende Kettenmails, unlesbare Mailinhalte, aber auch unsachgemäßes Verhalten in sozialen Netzwerken, in Chats, Foren sowie Newsgroups und vieles mehr. Nachstehend einige Tipps:

Vorsicht vor Phishing-Mails

Darunter versteht man E-Mails, die den Anschein erwecken, von einem seriösen Versender, wie z.B. von Ihrer Bank, Ihrem Provider, Ihrem E-Mail-Anbieter oder von Ihrem Online-Auktionshaus verschickt worden zu sein. Diese Phishing-Mails sehen oftmals täuschend echt aus und fordern Sie dazu auf, um aus vermeintlichen Sicherheitsgründen Ihre Zugangsdaten, Benutzername, Kontonummer, Passwort, Kennwort usw. online in ein Formular, was sich in der Mail befindet oder als Anhang bereit steht, eingeben zu sollen. Ziel dieser kriminellen Betrüger ist, an Ihre persönlichen Daten heran zu kommen, Ihr Bank-Konto leer zu räumen oder im Account Ihres Online-Auktionshaus auf Ihre Kosten Waren einzukaufen. Fallen Sie nicht darauf herein und lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten!

Tippen Sie keinesfalls aufgrund einer E-Mail-Aufforderung Ihre persönlichen Daten in ein Online-Formular. Kein seriöser Anbieter wird Sie jemals per E-Mail dazu auffordern, derart sensible Daten online in der Mail in ein Formular einzugeben bzw. per Link in der Mail auf ein solches Eingabeformular zu gelangen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei Ihrem Finanzinstitut oder Ihrem Anbieter nach, von dem die Mail angeblich stammen soll und informieren Sie ihn darüber, dass Sie eine fragwürdige E-Mail erhalten haben.

Vorsicht bei E-Mail-Anhängen

Öffnen Sie keine unbekannten Mail-Anhänge, auch keine Anhänge mit verdächtigen Datei-Endungen. Viren, Würmer, Trojaner und andere Schadsoftware könnten sich im Mail-Anhang verstecken und beim Öffnen Ihren Rechner infizieren. Schützen Sie Ihren Rechner mit einem Anti-Viren-Programm eines seriösen Anbieters und halten Sie das Programm stets auf aktuellem Stand.

Vorsicht vor Nigeria-Spam und die 419er-Masche

Erhalten Sie eine E-Mail, häufig in englischer Sprache oder in schlechtem Deutsch, in der Sie um Mithilfe bei einer Geld-Transaktion gebeten werden und Ihnen dafür als Belohnung ein prozentualer Anteil der Geldsumme in Aussicht gestellt wird, es mag für Manche verlockend klingen, trotzdem lassen Sie die Finger von solch Angeboten!

Es handelt sich um eine üble Betrugsmasche, die deshalb auch 419 genannt wird, weil der entsprechende Rechts-Pharagraph in Nigeria der § 419 ist. Häufig geben die Absender vor, Angehörige eines Politikers zu sein, der ermordet wurde und dessen Vermögen mit Ihrer Hilfe in Form eines von Ihnen zu leistenden Geldbetrages als Vorschuss außer Land gebracht werden soll. Lassen Sie sich nicht darauf ein, denn Sie werden weder Ihr Geld zurück bekommen, noch eine Provision für diese Transaktion erhalten, und außerdem machen Sie sich strafbar, bei Geldwäscherei mitgeholfen zu haben.

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Vorsicht vor Love- oder Romance-Scamming

Romance-Scammer, bei denen es sich zumeist um organisierte Banden handelt, versuchen über die romantisch-emotionale Masche, an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Auf Dating Portalen oder in den sozialen Netzwerken legen sie sich Fake-Profile an, stellen zumeist gestohlene Fotos anderer Personen ein und geben sich als englische oder amerikanische Single oder auch als Witwer aus. Die männlichen Betrüger geben zudem häufig an, in hoch qualifizierten Berufen tätig oder US-Armeeangehöriger zu sein. Ansonsten enthalten die Fake-Profile nur spärliche Informationen. Hinter den Fake-Profilen schöner und begehrenswerter Frauen stecken zudem häufig keine Frauen, sondern auch zumeist männliche Betrüger aus Nigeria und Ghana.

Mit diesen Fake-Profilen kontaktieren die Betrüger unter falscher Identität Singles oder stellen z.B. auf Facebook zunächst eine Freundschaftsanfrage. Sie sollten sich auf keinen Fall darauf einlassen, denn kommt ein Kontakt zustande, wird Ihnen in diversen Mails, Telefonaten und in Liebesbriefen das Blaue vom Himmel vorgelogen, die große Liebe vorgegaukelt und alsbald ein Besuch zum persönlichen Kennenlernen versprochen. Es kommt jedoch zu keinem Besuch, denn dieser platzt jeweils aus diversen und fantasiereichen Gründen, wie z.B. ein Verkehrsunfall, eine nötige Operation, eine zu Unrecht erfolgte Inhaftierung, eine böse Erkrankung eines nahen Angehörigen oder gar dessen Entführung.

Mit diesen angeblichen Schicksalsschlägen wollen die Betrüger, die vorgeben, unverschuldet in eine finanzielle Notlage gekommen zu sein, an das Geld ihrer Opfer. Und so wird dann um eine Geldüberweisung gebeten als einzige Chance, um aus der vermeintlich schweren Situation herauskommen und den ersehnten Besuch durchführen zu können. Es ist leider gar nicht so selten, dass sich Opfer im Rahmen des langen Kontaktes und der vielen Liebesschwüre in einen Betrüger verlieben und tatsächlich Geld überwiesen haben. Aber selbst wenn Geld gezahlt wurde, so fällt diesen Betrügern danach wieder etwas Neues ein, um das Opfer weiter abzocken zu wollen.

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Mitunter werden die Opfer unter fadenscheinigen Begründungen auch um eine Kopie ihrer Ausweise und Personaldokumente gebeten. Die erworbenen Daten werden dann für weitere Betrügereien verwendet. Es gab auch Fälle, in denen die Scam Opfer gebeten wurden, für einen in Europa lebenden Verwandten, Freund oder Bekannten, der Hilfe benötigt, Pakete anzunehmen. Stichwort: Drogenschmuggel... Fallen Sie nicht auf Love- bzw. Romance-Scammer herein und bewahren Sie einen kühlen Kopf, wenn jemand Sie mit Liebesbeteuerungen dazu bringen will, Geld zu schicken oder andere dubiose Leistungen zu erbringen. Es sind Betrüger, deren Masche nicht neu ist!


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Welche Gefahren im E-Mailverkehr noch lauern und in welche Fettnäpfe Sie treten können, hier finden Sie weitere Informationen und Tipps.

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