Internet sicher nutzen

Kostenfallen im Internet - TIPPS


Gefahren im Internet durch Abo-Fallen, Abzockseiten, Internetbetrüger, an dieser Stelle einige Tipps, um nicht auf Abzocker- und Betrügerseiten herein zu fallen. Wie schon beschrieben, sollte jeder Internetnutzer in seinem eigenen Interesse von Firmen kostenfrei angebotene Dienstleistungen und Waren grundsätzlich mit einer gesunden Portion Skepsis und mit entsprechender Vorsicht betrachten, vor allem nicht zu gutgläubig sein, um nicht auf mögliche Kostenfallen und Internetbetrüger herein zu fallen.

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Was Sie beachten sollten:

  • Seriöse Anbieter informieren auf ihren Internetseiten klar, deutlich und unmissverständlich über anfallende Kosten, die bei Inanspruchnahme ihrer Dienste entstehen.
  • Seien Sie in besonderer Weise vorsichtig, sofern von Ihnen für die Nutzung vermeintlich kostenloser Dienste verlangt wird, über ein großes Anmeldeformular Ihre privaten und rein persönliche Daten preiszugeben.
  • Bestätigen Sie nicht per Klick auf eine Checkbox AGB, Kundeninformationen oder Verbraucherinfos, die Sie nicht zuvor gelesen haben.
  • Lesen Sie vorallem auch das Kleingedruckte!
  • Bewahren Sie einen kühlen Kopf beim Angebot übermäßig günstiger Schnäppchen z.B. für ansonsten teure Markenprodukte.

Achten Sie auf den Button

Seit August 2012 gilt gesetzlich die sogenannte "Buttonregelung", d.h. dass der Verbraucher durch einen Button auf eine mögliche Zahlungsverpflichtung hingewiesen werden muss. Ein Vertrag kommt erst dann zustande, wenn die Schaltfläche "zahlungspflichtig bestellen" oder "kostenpflichtig kaufen" (oder ähnliche unmissverständliche Button-Beschriftung) vom Verbraucher durch Klick darauf bestätigt wird. Unseriösen Geschäftsmodellen soll damit endlich der Boden für betrügerische bzw. unseriöse Machenschaften entzogen werden. Nicht desto Trotz ist man jedoch gut beraten, auch weiterhin vorsichtig und mit einem gesundem Maß an Skepsis im Internet Leistungen und Angebote in Anspruch zu nehmen.

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Vorsicht bei Gratis-Angeboten von vermeintlich seriösen Firmen

Seien Sie immer vorsichtig, wenn Ihnen Firmen auf Internetseiten Dienstleistungen oder Waren als kostenfrei, free, gratis oder umsonst versprechen. Ein seriöses Unternehmen bietet seine Waren oder Leistungen zumeist nicht kostenfrei an, da man davon ausgehen kann, dass keine Firma für umsonst arbeitet und erbrachte Leistungen oder angebotene Waren natürlich bezahlt wissen möchte.

Prüfen Sie vor Nutzung eines vermeintlich kostenfreien Angebotes, ob irgendwo im Text, am Rand oder unten versteckt und klein geschrieben von Kosten und Preisen die Rede ist. Schauen Sie sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) an, ob darin eine Kostenpflicht angeführt ist. Gehen Sie immer davon aus, dass seriöse Anbieter Preise auf ihren Webseiten deutlich erkennbar ausweisen, so wie dies im Bürgerlichen Gesetzbuch und der Preisangabenverordnung gefordert wird. Ebenso wird von seriösen Anbietern auch unmissverständlich direkt neben einem Angebot darauf hingewiesen, sofern dieses gratis in Anspruch genommen werden darf.

Müssen Sie auf einer Internetseite erst lange nach einer Preisangabe suchen und ist diese nur versteckt enthalten, kaum, gar nicht oder nur in den AGB zu finden, handelt es sich wahrscheinlich um eine Abzockerseite. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Angebot tatsächlich kostenfrei ist, verlassen Sie besser die Internetseite. Wenn auf einer Seite ein großes Anmeldeformular im Mittelpunkt steht, in das Sie Ihre privaten Daten eintragen sollen, ist immer Vorsicht geboten. Sie sollten grundsätzlich sehr sparsam mit der Herausgabe Ihrer persönlichen Daten sein, da diese von unseriösen Geschäftemachern missbräuchlich verwendet werden können.

Bestätigen Sie nicht einfach per Klick auf eine Checkbox Kenntnisnahme oder Anerkennung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sondern lesen Sie sich diese zuvor gründlich durch. Ebenso alles Kleingedruckte, wie beispielsweise die Kundeninformationen oder Informationen für Verbraucher. Es macht ein wenig Mühe, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nervt, aber es kommt recht häufig vor, dass gerade im Kleingedruckten die Kostenpflicht oder auch die Einverständniserklärungen für Werbung und Datenweitergabe enthalten sind.

Nehmen Sie immer vorher einen Blick in das Impressum und informieren Sie sich über die Erreichbarkeit des Anbieters. Eine Firma muss im Impressum gemäß Telemediengesetz alle notwendigen Angaben zur Erreichbarkeit machen und auch die Steuernummer, das Finanzamt sowie Angaben zum Gerichtsstand sowie namentlich Ansprechpartner angeben. Fehlende geschäftliche Angaben, Postfachadressen oder Firmensitze in exotischen Ländern können ein Hinweis auf eine mit Vorsicht zu behandelnde Internetseite sein.

Es kann hilfreich sein, erst einmal über Eingabe in Suchmaschinen innerhalb der angezeigten Ergebnisse nachzuschauen, ob bereits andere Internet-User möglicherweise schlechte Erfahrungen mit der Nutzung von Angeboten auf bestimmten Internetseiten gemacht haben. Oftmals finden sich in Foren schon zahlreiche Hinweise auf dubiose Abzocker-Seiten.

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Vorsicht bei Download-Angeboten auf vermeintlich seriösen Internetseiten

Laden Sie nach Möglichkeit keine Freeware auf Ihnen unbekannten Interseiten herunter, die den Download anbieten und ggf. dafür dann Kosten geltend machen. Hinzu kommt, dass mitunter solche Seiten auch versuchen, Ihnen Schnüffelsoftware und andere Schadprogramme mit unterzujubeln oder als Webseiten selbst virenverseucht sind. Zum Downloaden gehen Sie besser auf die Seiten bekannter Anbieter, wie z.B. www.chip.de oder www.computerbild.de, da diese zumeist die gleiche Software zum Download anbieten, der dann tatsächlich kostenfrei und auch bereits auf Virenfreiheit geprüft ist.

Ungerechtfertigte Rechnung, Mahnung und Drohung erhalten

Lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn Sie ungerechtfertigte Rechnungen, Mahnungen, Drohungen oder Post von Inkasso-Anwälten bekommen. Auch die Drohung, dass man ja Ihre IP-Adresse als Beweis hätte, greift ins Leere und beweist grundsätzlich gar nichts. Sie sollten die verlangten Kosten, sofern sie ungerechtfertigt sind, keinesfalls bezahlen. Legen Sie ausführlich schriftlich Widerspruch gegen eine ungerechtfertigte Rechnung oder Mahnung ein und verlangen Sie eine schriftliche Klarstellung, am besten mit einem Termin und per Einschreiben mit Rückschein.

Ein seriöses Inkasso-Unternehmen wird bemüht sein, den Sachverhalt aufzuklären, während ein unseriöses Inkasso-Büro Ihr Anliegen ignorieren und Sie weiterhin mit Mahnungen und Drohungen überhäufen wird. Lessen Sie sich davon nicht beeindrucken, sofern die Forderung zu Unrecht besteht, da ein unseriöses Inkasso-Unternehmen zumeist gar keine Chance hat, um die Drohungen in die Tat umsetzen zu können. Reagieren müssen Sie jedoch in jedem Fall, wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten. Diesem müssen Sie widersprechen.


Kinder über Internetabzocke aufklären

Da Abzocker zumeist mit vermeintlich interessanten Angeboten aufwarten sowie mit bunten, fröhlichen Farben, lustigen Bildern und allerlei sonstigen Tricks auch Kinder in Versuchung führen, sollten Kinder und Jugendliche, zumal wenn diese noch nicht voll geschäftsfähig sind, auf die im Internet lauernden Gefahren in besonderer Weise aufmerksam gemacht werden.

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