Ist Online-Banking sicher?

Bankgeschäfte via Internet

Bankgeschäfte online über PC, Lapptop, Tablet oder Smartphones zu erledigen ist für viele Internetnutzer inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Es ist bequem, geht schnell, man ist unabhängig von den Banköffnungszeiten oder von Warteschlangen am Bankschalter. Unumstritten sind jedoch nach wie vor die Sicherheitsrisiken, die das Internet-Banking unter Umständen mitsich bringen kann. Das bisherige iTAN-Verfahren genügt zudem gemäß der nationalen Aufsichtsbehörde und des europäischen Gesetzgebers nicht mehr einem sicheren Authentifizierungsmerkmal für Online-Transaktionen. Banken stellen daher verstärkt auf Push-TAN, Chip-TAN und/oder mobile-TAN um und stellen das iTAN-Verfahren ein.

Grafik mit Geldscheinen

Mobile-TAN, Chip-TAN oder Push-TAN?

  • Mobile-TAN (SMS-TAN)

    Dieses Verfahren funktioniert wie zuvor beim iTAN-Verfahren, um Bankgeschäfte am PC oder Notebook abzuwickeln. Beim mobileTAN-Verfahren befindet sich die einzugebende Transaktionsnummer jedoch nicht mehr auf einer per Briefpost zugesandten Papier-TAN-Liste (iTAN), sondern wird zum Abschluss der Transaktion per SMS an die in den Bankkundendaten hinterlegte Mobilfunknummer geschickt.

  • Chip-TAN (Photo-TAN)

    Beim ChipTAN-Verfahren wird die Transaktionsnummer per Bankkarte und über ein spezielles Kartenlesegerät (Kosten für den Erwerb ca. 15 Euro) erzeugt. Dazu wird eine Grafik auf dem Display angezeigt, die mit dem Lesegerät entsprechend eingescannt werden muss. Aus den vom Lesegerät entschlüsselten Bilddaten wird dann die TAN erzeugt, mit der die Transaktion durchgeführt werden kann.

  • Push-TAN (SecureApp)

    Das PushTAN-Verfahren funktioniert über eine App, die von der Bank zum Download bereitgestellt und nach Aktivierung per zugesandten Code in mobilen Geräten betrieben wird. Allerdings werden bislang nicht alle Geräte-Typen der unterschiedlichsten Hersteller unterstützt, was bei diversen Smartphone- und Tablet-Nutzern zur Verärgerung führt. Aufgrund der Vielfalt von zig tausend mobilen Geräten am ständig wachsenden Markt ist es zudem fraglich, ob je eine flächendeckende Unterstützung überhaupt gewährleistet werden kann.

Für welches der bereitgestellten Verfahren man sich als Bankkunde im Online-Banking entscheidet, hängt insofern auch vom jeweiligen Kreditinstitut und davon ab, inwiefern die von der Bank angebotenen Verfahren zuverlässig funktionieren. Und ob Internet-Betrüger nicht im Lauf der Zeit Mittel und Wege finden werden, auch die neuen und sicheren Verfahren zu knacken, bleibt abzuwarten.

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Auch wenn Banken immer mehr Sicherheitsstandards bieten, so sollte man aber auch selbst einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, um nicht womöglich Opfer krimineller Angriffe im Online-Banking zu werden.

Bankzugangsdaten sicher aufbewahren

Gehen Sie grundsätzlich sehr sorgfältig mit Ihren Bankzugangsdaten um, diese sollten Sie nicht auf Ihrem Computer speichern und auch regelmäßig Ihre Kontoauszüge kontrollieren. Besuchen Sie die Webseite Ihrer Bank nur auf direktem Wege, über Ihre Favoriten, Lesezeichen oder Bookmarks, nicht aber über Verlinkungen. Benutzen Sie keine Programme, die das Surfen im Internet vermeintlich beschleunigen können, da diese Surf-Turbos unbefugten Dritten das Mitlesen Ihrer Zugangsdaten ermöglichen können.

Internetseite der Bank genau prüfen

Prüfen Sie die Webseite der Bank auf ihre Echtheit und vergewissern Sie sich, dass Sie sich auch tatsächlich auf der Seite Ihres Kreditinstitutes befinden. Verschlüsseln Sie Ihre Daten bei der Übertragung mit SSL, was von allen gängigen Browsern unterstützt wird. In einigen Browsern (u.a. Firefox) wird eine sichere Seite zudem in der oberen Menüleiste grün dargestellt..

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Sicheres Passwort wählen

Bei der Passwort-Vergabe für das Online-Banking sollten Sie eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen wählen. Der Name Ihres Haustieres oder die Stadt, in der Sie wohnen, stellen kein sicheres Passwort dar, weil diese Wörter zu leicht zu erraten wären. Speichern Sie Ihr Kennwort bzw. Passwort nicht in Ihrem PC oder im Passwort-Manager und führen Sie Ihre online Bankgeschäfte nicht von öffentlichen Computern aus durch, wie beispielsweise Internet-Cafés. Vergessen Sie auch nicht, zum Schluss den Cache Ihres Computers, also den Zwischenspeicher in Ihrem Browser zu löschen, was zusätzliche Sicherheit bieten kann.

Vorsicht vor Schadsoftware

Installieren Sie auf Ihrem Computer nur Software aus seriösen Quellen, damit Sie sich keine Spyware laden, die Ihre Bankdaten ausspionieren kann. Sorgen Sie dafür, dass keine unbefugten Personen Zugang zu Ihrem PC oder zu Ihren Bank-Zugangsdaten bekommen. Ein Passwort beim Hochfahren des Rechners kann schützen. Sichern Sie Ihren PC vor Infizierung mit Malware und Spyware durch regelmäßige Sicherheitsupdates. Gleiches trifft auf mobile Endgeräte zu.

Vorsicht vor Phishing-Mails

Reagieren Sie keinesfalls auf Phishing-E-Mails, in denen Sie aufgefordert werden, Ihre vertraulichen Daten bekannt zu geben. Egal auch, wie täuschend echt heutzutage Phishingmails der Online-Betrüger aussehen. Denn Ihre Bank wird Sie niemals per E-Mail dazu auffordern, Ihre Kontonummer und persönlichen Zugangsdaten in ein Formular einzugeben. Nehmen Sie sofort bei Ihrer Bank eine Sperrung Ihres Online-Banking Zuganges vor, sofern Ihnen irgend etwas verdächtig vorkommt.


Mobile Sicherheit im Web

Rund um das Thema Internetsicherheit, mit Smartphone und Tablet sicher surfen, finden Sie auf der nachfolgenden Seite einige Informationen.

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